2008 19 Mai

Landeskongress

Junge Liberale stellen Weichen für 2009

Zschächner

JuLi-Landeskongress 2008 in Greiz

Landeskongress in Greiz mit personellen und inhaltlichen Entscheidungen zu Ende gegangen

Gerhard Jahns - so heißt der Spitzenkandidat der Jungen Liberalen (JuLis) für die Landtagswahl 2009. Mit deutlicher Mehrheit wurde der 27-jährige Jenaer am vergangenen Wochenende auf dem Landeskongress der JuLis in Greiz gewählt. Jahns, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der Jungliberalen ist, trat ohne Gegenkandidat an. "Unser Ziel muss es sein unsere Positionen und Überzeugungen in den entscheidenden Gremien der FDP durchzusetzen", so Jahns.
Auch die inhaltlichen Weichen für das Superwahljahr 2009 wurden in Greiz gestellt. So verabschiedeten die JuLis ein Grundsatzprogramm, das die programmatische Grundlage für die kommenden Wahlen sein wird. Ebenso verurteilten die JuLis in ihrem Leitantrag die jahrelange Untätigkeit der Thüringer Landesregierung, die keine Antwort auf die drängenden Fragen zur Zukunft des Freistaates anzubieten habe. "Für uns Jungliberale ist es unbegreiflich, dass sich seit den Wahlen im Jahr 2004 nichts Grundlegendes geändert hat. Die Probleme sind geblieben. Immer noch ist die Abwanderung vor allem junger Menschen dramatisch hoch. Das einzige, was wir in unserem Wahlprogramm aktualisieren müssen ist die Jahreszahl", bringt es Gerhard Jahns auf den Punkt.
Dem stimmt Evelyn Zschächner, Kreisvorsitzende des gastgebenden JuLi-Kreisverbandes Greiz, zu. "Gerade im Osten des Freistaates ist es notwendig, der jungen Generation eine Zukunftsperspektive zu bieten. Fehlende Arbeitsplätze, geringe Löhne und berufliche Entwicklungsperspektiven sind die Ursache für die hohe Anwanderungsquote."

Besonders ungünstig sei die Situation für junge Frauen. "Nirgendwo in Thüringen verlassen mehr Frauen ihre Heimat als im Landkreis Greiz", so Zschächner. Dies zeige, dass "Kindergartenplätze allein keine Frau zum Bleiben in einer strukturschwachen Region bewegen können. Was zählt ist ein Arbeitsplatz mit einem Lohn, der es ermöglicht den Lebensunterhalt selbst zu bestreiten", so die JuLi-Kreisvorsitzende. Für die politisch Verantwortlichen müsse daher die wirtschaftliche Entwicklung und die Stärkung des Mittelstandes oberste Priorität haben. Dies unterstrich auch Thomas L. Kemmerich, Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstandes und Kreisvorsitzender der FDP Erfurt, bei seinem Besuch auf dem Landeskongress der Jungliberalen. Dirk Bergner, Kreischef der Greizer Liberalen und Mitglied des Landesvorstandes der FDP, bekräftigte diese Forderung, und verwies in diesem Zusammenhang auf das Engagement der Liberalen in den Kommunen des Landkreises und im Kreistag. Auch Jens Zimmer, Ortsvorsitzender der FDP Zeulenroda-Triebes, hob hervor, dass sich die liberalen Mandatsträger und Mandatsträgerinnen für die Stärkung der Wirtschaft in der Region einsetzen. Als Beispiel nannte er hier die Arbeit der FDP in Greiz, die gemeinsam mit der IWA (Interessengemeinschaft Wirtschaft und Arbeit) die Missstände in der Kreisstadt beheben will und im Stadtrat engagiert für die Schaffung von Arbeitsplätzen eintritt. Als Vertreter des Landesvorstandes war Holger Joseph aus dem benachbarten Saale-Holzland-Kreis zu beim Landeskongress der JuLis zu Gast.
Neben politischen Debatten stand auch ein kultureller Höhepunkt auf der Tagesordnung. "Besonders wichtig war es uns, den Gästen unsere Heimat zu präsentieren. Allzu oft wird angenommen, Thüringen endet an der Grenze der Autobahn 9. Dass auch der Landkreis Greiz ein Teil des Freistaates ist, wird oftmals nicht wahrgenommen." Besonders eindrücklich sei daher der Rundgang mit dem Nachtwächter durch die Greizer Altstadt gewesen, so Zschächner. "Neben politischen Eindrücken werden wir JuLis auch kulturelle Impressionen mit nach Haus nehmen", so die 26-jährige Weidaerin abschließend.


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