2008 14 Dez

Landeskongress

Neuer Landesvorstand gewählt

Zschächner

Der neue Vorstand der JuLis Thüringen

Mit einer personellen und inhaltlichen Neuausrichtung gehen die Jungliberalen (JuLis) in das Wahljahr 2009. Auf dem gestrigen Landeskongress der FDP-Nachwuchsorganisation in Jena wurde Evelyn Zschächner zur neuen Landesvorsitzenden gewählt. Die 27-jährige aus dem ostthüringischen Weida trat ohne Gegenkandidaten an. Sie löst Patrick Brauckmann ab, der nicht erneut kandidierte. Als Stellvertreter konnten sich Axel Poschmann aus Jena und der Erfurter Felix Rösel durchsetzen. Dem Landesvorstand der JuLis gehören weiterhin Conrad Wrobel als Schatzmeister und Philip Nagel, Wolf von Laer, Susanne Pestel und Gerhard Jahns als Beisitzende an.

"Ich freue mich sehr über das eindeutige Votum und gehe hoch motiviert an diese Aufgabe. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit der FDP einen erfolgreichen Wahlkampf führen werden", sagte die neue Landesvorsitzende. Thematisch geht es den JuLis vor allem um die Stärkung des ländlichen Raumes und die Lösung des Problems der Abwanderung. "Wir können es nicht hinnehmen, dass Tag für Tag junge Menschen das Land verlassen. Wir haben immer mehr das Gefühl, dass die Interessen unserer Generation nur noch in politischen Sonntagsreden eine Rolle spielen. Die Landesregierung scheint resigniert zu haben und hofft nur noch darauf, dass die Abgewanderten irgendwann einmal zurückkommen", so Zschächner. Auch der FDP-Landesvorsitzende und Landtagsspitzenkandidat Uwe Barth wies darauf hin, dass das Abwanderungsproblem die größte Herausforderung für die künftige Thüringer Landesregierung sein werde. Bekräftigt wurde dies von Patrick Kurth, selbst Jungliberaler und Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, der ebenso wie Thomas Nitzsche, Thomas L. Kemmerich und Marian Koppe beim Landeskongress der JuLis dabei waren.

In diesem Zusammenhang verwies die Landesvorsitzende darauf, dass einige Städte in Thüringen ihre Planung sogar schon komplett auf eine Zukunft ohne Jugendliche ausrichteten, indem verstärkt um den Zuzug von Rentnerinnen und Rentnern geworden werde. "Das ist ein deprimierendes Zeichen an uns Jüngere. Gesellschaftliches Zusammenleben lebt vom Miteinander der Generationen", sagte die JuLi-Landesvorsitzende. "Wir brauchen in Thüringen eine Politik, die sich ernsthaft um die Jugendlichen bemüht. Dafür wollen wir uns einmischen und unseren Interessen Gehör verschaffen", erklärte Zschächner.

Beschlossen wurde unter anderem der Leitantrag "Digitales Thüringen". Die JuLis fordern hierien die Einführung von E-Government im Freistaat. Auch die Anträge zur Einführung des Mopedführerscheins ab dem 15 Lebensjahr und zur Abschaffung von Subventionen für die Landwirtschaft wurden angenommen.

Neben den zahlreichen Gästen aus den Reihen der Thüringer FDP waren auch zwei Vertreter aus dem Bundesvorstand und die Vorsitzenden der JuLi-Landesverbände aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Vertreter aus der Berliner Jungliberalen zu Gast.


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