2010 01 Mär
Wirtschaftspolitik
Abschied von der "Denkfabrik" ist falsches Signal

- "Willkommen in der Denkfabrik"
"Thüringen braucht keine neue Dachmarke, sondern eine innovativere Wirtschaftspolitik und eine bessere Vermarktungsstrategie", sagte die Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Thüringen (JuLis) Evelyn Zschächner heute in Erfurt. Sie reagierte damit auf den Vorstoß von Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), der die Imagekampagne "Willkommen in der Denkfabrik" beenden möchte. Zschächner plädierte dafür, die "Denkfabrik"-Kampagne nicht einfach einzustampfen, sondern als Grundlage für ein lebhaftes und kreatives Werben um neue Investoren und kluge Köpfe zu nutzen.
"Anstatt nun das Rad mit viel Geld neu erfinden zu wollen soll sich Minister Machnig lieber Gedanken darüber machen, wie die "Denkfabrik" auch außerhalb der Landesgrenzen bekannter wird", forderte die 28jährige.
Sie verwies außerdem darauf, dass der Freistaat es sich angesichts der aktuellen Haushaltssituation nicht leisten könne, unnötig Geld für eine neue Imagekampagne auszugeben. "Mir ist schleierhaft, wie Herr Machnig angesichts leerer Kassen so leichtfertig mit dem Steuergeld der Thüringerinnen und Thüringer hantieren kann", sagte Zschächner. Sie rief den Wirtschaftsminister endlich zu mehr Sparsamkeit auf. Erst jüngst hatten die Jungliberalen Steuergeldverschwendung durch die Umbenennung des Wirtschaftsministeriums kritisiert und von Machnig mehr Achtsamkeit im Umgang mit den Finanzmitteln des Freistaates gefordert.



