Hochschulen (1993)
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1. Wahlbeteiligung an den Hochschulen
Um die Wahlbeteiligung an den Hochschulen zu erhöhen, fordern wir Jungen Liberalen, daß die Stimmabgabe bei den Wahlen zu den Gremien der Hochschulen und Universitäten mit der Rückmeldung verbunden werden kann. Weiterhin soll prinzipiell eine Briefwahl ermöglicht werden.
2. Abitur und Hochschule
Jedes wissenschaftliche Studium setzt die in der Regel durch das Abitur vermittelte allgemeine Hochschulreife voraus. Das Abitur muß eine allgemeine Studierfähigkeit nicht nur ausweisen, sondern auch tatsächlich vermitteln. Hohe Abbrecherquoten in den ersten Semestern sind zumindest ein Indiz für fehlende Studierfähigkeit.
Die Leistungsanforderungen an das Abitur sind zu erhöhen. Einheitliche Leistungsstandards können darum nur durch die Einführung eines landesweiten Zentralabiturs gesichert werden. Vorzeitige Aus- und Abwahlmöglichkeiten einzelner Fächer sind zugunsten eines Grundkanons von Abiturfächern einzuschränken. Am Kurssystem ist grundsätzlich festzuhalten. Dabei ist darauf zu achten, daß in Hinblick auf das künftige Studium die dafür erforderlichen Fächer (z.B. Biologie für ein späteres Medizinstudium) nicht abgewählt werfen dürfen. Einem Abiturienten, der ein für sein Studium relevantes Fach abgewählt hat, muß die Möglichkkeit gegeben werden, in einer Eignungsprüfung diese Kenntnisse unter Beweis zu stellen.
Weiterhin ist ab Klasse 10 über die inhaltliche und leistungsmäßige Anforderung eines Hochschulstudiums und eines Studienfaches mit größerer Intensität zu informieren. Ein aussagekräftiges Abitur, das tatsächlich eine allgemeine Studierfähigkeit vermittelt, macht zusätzliche Zulassungs- und Hochschuleingangsprüfungen nach weiteren Kriterien überflüsig.
